Platzreife #3 – mentale Herausforderung

Zu Beginn unserer letzten Platzreifestunde sagt der Lehrer: „Um wirklich gut Golfen zu können, benötigt man viele, viele Stunden. Versuchen Sie das gar nicht erst in unseren paar Terminen zu schaffen.“ Golf hat neben der theoretischen- und praktischen noch eine mentale Seite, welche nicht außer Acht gelassen werden sollte. In unserer letzten Platzreifestunde, der Platzbegehung und der Prüfungsrunde habe ich immer mehr mit der mentalen Seite des Golfsports zu kämpfen gehabt.

Auf der Driving Range passt soweit alles. Alle Teilnehmer sind mit ihren Schlägen beim Chippen und Pitchen – beim so genannten „kurzen Spiel“ – sehr zufrieden. Korrekturen vom Lehrer finden hier nur noch selten statt. Das Putten wird kaum mehr geübt, da es ja durchaus etwas ist, was durch viel Übung irgendwann klappt. Beim Abschlag sieht das etwas anders aus. In insgesamt 16 Stunden kann man vieles, aber natürlich längst nicht alles über den Golfsport kennenlernen. Die Trainingsstunden mit dem Golflehrer sind deshalb von großer Bedeutung. Bei der geringen Teilnehmerzahl bleibt genug Zeit für Fragen, dennoch muss man sich durch seine Schläger selbst durchprobieren. Pro Stunde habe ich mir vorgenommen 1-2 Eisen auszuprobieren, weshalb der Driver leider kaum zum Einsatz gekommen ist. Nachdem mich also das Fieber gepackt hat, habe ich die Tipps, die mir unser Golfpro mit den Eisen gegeben hat, versucht in meinen eigenständigen Übungsstunden unter der Woche umzusetzen. Das hat bei mir großes Vertrauen geschaffen und somit kann ich die Schläger allesamt ganz gut einschätzen. Bei anderen Teilnehmern, die unter der Woche gar nicht geübt haben, war mehr Unsicherheit vorhanden.

Bei unserer Platzreifeprüfung haben wir uns alle ziemlich gut vorbereitet gefühlt, wobei die ersten Runden ja wirklich etwas ganz Besonderes sind. Nach der Platzbegehung, einige Tage vorher, haben wir von unserem Lehrer einen groben Überblick über die Schwierigkeiten, wie Wasserhindernisse und Bunker, bekommen. Mit diesen Tipps im Hinterkopf habe ich mich umso sicherer auf meiner ersten Runde gefühlt. Der erste Abschlag an Loch 1 lief grandios, ich war begeistert und voll motiviert. Meine mentale Leistung hat dann aber an Loch 5 langsam nachgelassen, da es nicht mehr ganz so gut lief. Dank der motivierenden Worte meiner Flightpartner, die wirklich wichtig sind, habe ich meine mentale Stärke wiedergefunden und auf die gleiche Weise die anderen Teilnehmer immer wieder unterstützt.

Am Ende der Runde hat sich gezeigt, dass das kurzzeitige Motivationsloch ganz unbegründet aufgetreten ist. Unsere Spielergebnisse waren alle über der nötigen Punktezahl. Das Erfolgserlebnis war unbeschreiblich. Und genauso lief es auch in der schriftlichen Prüfung, welche mit 30 Fragen wirklich zu machen war.

Am Ende waren wir alle froh den Platzreifekurs bestanden zu haben und rückblickend gesehen hätte man sich wirklich nicht halb so viele Gedanken machen müssen, sondern den Golfsport mehr genießen können. Doch dazu bleibt ja jetzt noch genug Zeit! Ich würde mich freuen, wenn Sie mich auch über die nächsten Blogbeiträge begleiten und somit an meinen ersten Golfrunden teilhaben würden.

Die GolfRange bedankt sich bei ihren Partnern Chervò und Wilson Golf für die freundliche Bereitstellung von Vanessas Outfits und Golfequipment.