Platzreife #2 – Pitchen, Chippen, Putten

Inzwischen kann man das, was unser Kurs macht, auch wirklich „Golf“ nennen. Die Platzerlaubnis rückt näher und mit jedem Übungstag steigt unser Interesse an diesem Sport, den Regeln und natürlich auch den Möglichkeiten. Was mit ein paar Übungsschwüngen (die übrigens äußerst wichtig sind) angefangen hat, ist nun in ein bewusstes Führen des Schlägers übergegangen. Wenn Sie am zweiten Teil meines Platzreifekurses interessiert sind, dann lesen Sie gerne weiter.

„Wiederholungen sind der Schlüssel zum Erfolg“. Unser Golflehrer empfiehlt, beim Üben vor der Runde zumindest einen Probeschwung zu machen. Chippen, Pitchen und Putten funktionieren beim ganzen Kurs inzwischen immer besser. Sehr wichtige Schläge, welche unbedingt auch weiterhin und vor allem vor jeder Runde geübt werden sollten. Die Schläge aus dem Sandbunker hingegen bereiten den einen (inklusive mir) noch mehr Sorgen als den anderen. Zugegeben, die Bunkerschläge habe ich in meinen privaten Übungsstunden auch nicht wirklich geübt, die Hemmschwelle so stark in den Sand zu schlagen ist noch etwas zu groß. Nach regelmäßigem Studieren meiner Unterlagen weiß ich aber, dass es auch da eine gute Lösung gibt: Da der Sandbunker eine Penalty Area darstellt, kann der Ball ganz einfach eine Schlägerlänge nach hinten, mit zwei Strafschlägen, gedroppt werden. Wenn Sie hier nur Bahnhof verstehen, dann müssen Sie sich aber keine Sorgen machen. Zum Platzreifekurs gehört ein kleines Heft mit Golfregeln, welches auch als Vorbereitung für die Golftheorie hervorragend dient. Ich hatte das Heft in einem Abend durch, die Theorie ist beim Golfen ja auch nicht uninteressant. Wenn man mal als Caddy bereits auf einer Runde mitgehen durfte sieht man durchaus, wie wichtig es ist, die Regeln zu kennen um sie zu seinen eigenen Vorteilen nutzen zu können.

Was ich als sehr wichtige Lektion für mich selbst gelernt habe: Auch im Golfsport zählt Qualität statt Quantität. Ich bin immer wieder verblüfft wie viele Übungsschläge manch ein Golfer auf der Range schafft. Ich brauche Pausen. Sich das einzugestehen ist nicht leicht aber ein guter Schlag ist mir wichtiger als 3 schlechte. Diesen einen Schlag zu analysieren, zu würdigen und den nächsten zu planen gleicht dem richtigen Spiel auf dem Platz mehr, als einen Ball nach dem anderen rauszuhauen. Und wenn dann beim nächsten Mal der Ball in hohem Bogen und in der gewünschten Richtung fliegt, überkommt einen ein regelrechtes Glücksgefühl. Ob es an meiner Einstellung zum Golf, die doch sehr entspannt und nicht ganz so ehrgeizig wie bei anderen ist, oder ob es an meiner persönlichen Fitness liegt ist nicht wirklich relevant. Mit viel Selbstbewusstsein und einigen guten, aber kaum schlechten Schlägen fühle ich mich bereit für die Platzreifeprüfung. Natürlich mag das auch nicht zuletzt an unserem grandiosen Golfpro liegen, welcher uns Woche für Woche immer wieder Hilfestellung durch kleine Korrekturen leistet.

In meinem letzten Beitrag werde ich über die Prüfung zur Platzerlaubnis und meinen persönlichen Erfahrungen damit berichten. Ich freue mich, wenn Sie auch beim nächsten Beitrag wieder dabei sind.